Terrarium

Einrichtung eines Terrariums
Die Einrichtung eines Terrariums wie auch die Art des Terrariums sollte man immer den Bedürfnissen der jeweiligen Vogelspinne anpassen. So sollte klar sein, einer baumbewohnenden Vogelspinne ein entsprechend hohes, einer bodenbewohnenden Vogelspinne ein Terrarium mit einer größeren Grundfläche anzubieten. Das Selbe gilt auch für die Einrichtung des Terrariums. Ein Baumbewohner sollte die Möglichkeit zum Klettern haben. Ich verwende hier gerne alte Weinbergreben die diesen Zweck voll erfüllen und auch noch gut aussehen. Zusätzlich biete ich allen meinen baumbewohnenden Vogelspinnen eine Korkröhre als Versteckmöglichkeit an. Als Bodensubstrat verwende ich eine Blumenerde die in jedem Bau- oder Gartenmarkt erhältlich ist. Man sollte aber darauf achten das sie ohne Düngerzusätze zusammengemischt wurde.
Auch bei den Bodenbewohnern sollte eine Versteckmöglichkeit vorhanden sein. Zur Dekoration lege ich oft ein Stück Kork ins Terrarium. Eine weitere Möglichkeit ist es das Vogelspinnenterrarium durch gepresste Korkplatten zu teilen (zu sehen im Bild). Der Vorteil hierbei ist das die Spinne die doppelte Lauffläche zur Verfügung hat. Eine Vogelspinne die gerne gräbt (z.B. Megaphobema robustum) sollte ausreichend Bodensubstrat zur Verfügung haben. Es ist zu empfehlen ein Trinkgefäß bereitzustellen. Ich verwende hier kleine Untertöpfe für Blumen aus Plastik (siehe Bild).
Diese lassen sich leicht reinigen und kosten nur 10 Cent pro Stück. Im großen und ganzen ist die Einrichtung eines Terrariums reine Geschmackssache und braucht nicht teuer zu sein. Sie sollte nur zweckmäßig sein.

gepresste Korkplatten
Trinkgefäß
gepresste Korkplatten
Trinkgefäß



Bodensubstrat
Über das Thema welches Bodensubstart ich in meinen Terrarien verwenden soll habe ich mir schon viele Gedanken gemacht. In diversen Fachbücher stand das ungedüngte Blumenerde ein gutes Bodensubstrat für Vogelspinnen wäre. Wer schon einmal versucht hat im Gartenhandel ungedüngte Blumenerde zu kaufen, weiß dass das sehr schwer bis unmöglich ist. Ich selber habe keine gefunden. Deswegen war meine erste Wahl "leicht gedüngte" Blumenerde. Irgendwann bin ich dazu übergegangen geraspelte Kokosfasern, die im Zoohandel angeboten werden, zu verwenden. Diese Erde schimmelte aber relativ schnell. Dann kam ich auf die Idee die Erde in der Mikrowelle zu sterilisieren. Das habe ich schnell wieder aufgegeben, da diese Erde noch schneller schimmelte.
In Berichten im Internet habe ich gelesen das man Probleme bei der Nachzucht hätte wenn man seine Schützlinge auf "künstlicher" Erde halten würde. Keine Vogelspinne lebt in der freien Natur auf Kokosraspeln! Leider hatte ich 2005/2006 4 Kokons die nichts geworden waren (Brachypelma smithi, Brachypelma epicureanum, Acanthoscurria brocklehursti, Nhandu chromatus). Deswegen bin ich jetzt dazu übergegangen die Terrarien mit natürlichem Bodensubstrat zu befüllen. Dazu verwende ich Erde aus dem Wald. Diese ist sehr locker und man kann leicht Mulden und Höhlen als Unterschlupf formen. Desweiteren habe ich auch noch kleinere Steine ins Terrarium gelegt. Nun bleibt abzuwarten ob meine Nachzuchtversuche in Zukunft mit mehr Erfolgt gekrönt werden. Momentan ändere ich bei allen meinen Terrarien das Bodensubstrat. Zuerst bei den Verpaarten Weibchen, dann bei den restlichen Tieren.