Das
Pflegen einer einzelnen Vogelspinne und das reinigen ihres
Terrariums fällt im Vergleich zu anderen Tierarten relativ
gering aus.
Die tägliche Reinigung eines Vogelspinnenterrariums ist mit wenigen
Handgriffen zu bewältigen. Man sollte den Wasserbehälter reinigen
und vorhandene tote Futtertiere aus dem Terrarium entfernen, um Schimmelbildung
zu vermeiden. Durch die meist sehr hohe Luftfeuchtigkeit in einem Terrarium
ist Schimmel leider ein Problem. Wichtig ist es diesen sofort zu entfernen
da er die Gesundheit der Vogelspinne erheblich beeinträchtigen
kann. In größeren Abständen ist es auch nötig das Bodensubstrat des Terrariums auszuwechseln. Bei dieser Gelegenheit wasche ich meine Terrarien immer komplett mit heißem Wasser aus, was auch das Entfernen von hartnäckigen Spinnenweben erleichtert. Um die Kotspritzer, die bei baumbewohnenden Vogelspinnen immer sehr viel vorhanden sind, zu entfernen verwende ich zusätzlich eine Spülbürste. Da es ein Hobby von baumbewohnenden Vogelspinnen ist gegen die Scheibe zu „kacken“ putze ich die Front – u. Seitenscheiben öfters als bei ihren bodenbewohnenden Verwandten. Nach einer Häutung sollte die alte, abgestreifte Haut der Vogelspinnen aus dem Terrarium entfernt werden. Bei der Reinigung eines Terrariums versuche ich immer Putzmittel zu vermeiden um die Gesundheit meiner Tiere nicht unnötig durch Rückstände aus den Putzmitteln zu belasten. Ich beschränke mich auf heißes Wasser und meine Spülbürste. Sollten doch einmal Putzmittel notwendig werden, so muss man diese wieder gründlich ausspülen. |
Winterruhe
bzw. Überwinterung von Vogelspinnen Im Winter 2006/2007, wenn man die anfänglichen Temperaturen zu dieser Zeit überhaupt als Winter bezeichnen konnte, hatte ich das erste Mal die Möglichkeit meine Vogelspinnen zu überwintern. An Silvester 2006 schaltete ich die Heizung in meinem "Spinnenzimmer" aus. Die Temperatur sank schnell auf ca. 14°C. In den folgenden 3 Wochen war die Temperatur relativ konstant bei 12 bis 14°C. Die meisten meiner Vogelspinnen verkrochen sich in ihre Behausungen und verschlossen sie zum Teil. Im Allgemeinen wurden die Tiere langsam und bewegten sich eher wenig. Nach 3 Wochen schaltete ich die Heizung auf die geringste Stufe wieder an. Die Temperatur stieg auf ca. 16°C. Diese Temperatur hielt ich einige Tage relativ konstant. Am 27.01.2007 erhöhte ich die Temperatur wieder um einen Schritt auf ca. 20°C. Nach dieser Temperaturerhöhung zeigten meine Spinnen deutlich mehr Aktivität. Gleichzeitig wässerte ich das Bodensubstrat bei allen im vorderen Bereich ihres Terrariums oder vor den Eingängen ihrer Bauten. Mit der Überwinterung erhoffe ich mir bei meinen verpaarten Vogelspinnen und den im Oktober 2006 gefangenen adulten Aphonopelma Weibchen aus Texas einige Kokons. Während den vorangegangenen 4 Wochen bekamen meine Spinnen kein Futter. Nach einer erneuten Temperaturerhöhung in den folgenden Tagen werde ich den Tieren wieder Futter anbieten und auf Erfolg in der Nachzucht warten. |